Pressemitteilung

Nr. 12/2016

Datum: 26.10.2016

 

GRÜNE JUGEND Sachsen gegen das Schießen von Wölfen.

Kämmerer: „Wölfe schützen statt schießen!“

 

Dresden. Die GRÜNE JUGEND Sachsen wendet sich entschieden gegen Äußerungen des Bautzner Landrats Harig, zukünftig Wölfe wieder schießen zu dürfen.

Dazu Anne Kämmerer, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Sachsen:

„Wir lehnen jegliche Lockerung eines Abschussverbots von Wölfen entschieden ab. Der Wolf muss geschützt und nicht geschossen werden.“

„Der Landrat betreibt hier einseitig Lobbypolitik für Tierhaltern, ohne sich um die Auswirkungen seiner Äußerungen zu kümmern. Es sind genau Aussagen, wie die des Landrats, die ein Klima der Inakzeptanz schaffen, welches die Wölfe unmittelbar gefährdet. Nach Angaben des Lausitzer Wolfsbüros gab es allein in Sachsen seit 2009 mindestens sieben illegal getötete Wölfe.“

Der Bautzner Landrat, der selbst Tierhalter ist, hatte mit dem Hintergrund einer Zunahme der Angriffe auf Schafsherden durch Wölfe aus dem sogenannten „Rosenthaler Rudel“ den Umweltminister aufgefordert eine rechtliche Grundlage für die Tötung dieses Rudels zu schaffen. Da die Tiere des Rudels Zäune von 140cm überspringen, verhielten sie sich abnormal, sagte der Landrat zur Begründung.

Anne Kämmerer dazu weiter: „Konflikte zwischen Mensch und Wolf können nicht durch Abschüsse gelöst werden. Wölfe können nicht wissen welche Tiere sie reißen dürfen und welche nicht. Förderfähige Schutzmaßnahmen, wie beispielsweise Herdenschutzhunde und Flatterbänder müssen vermehrt in Anspruch genommen werden. Auch ein langfristiger Dialog mit den Tierhaltern über gemeinsame Problemlösungen ist unabdingbar. Der Wolf ist da und wir Menschen müssen den Schutz der Herdentiere dieser veränderten Situation anpassen, wenn wir es wirklich ernst meinen mit einem konsequenten Naturschutz.“

Die GRÜNE JUGEND Sachsen wird sich auf ihrer Landesmitgliederversammlung von 30.-31.10.2016 in Freiberg unter anderem mit einem verbesserten Schutz des Wolfes beschäftigen. So wird im Antrag des Landesvorstandes unter anderem gefordert den Wolf aus dem Sächsischen Jagdgesetz zu streichen und eine breite öffentliche Aufklärung sowie weitere Lösungsvorschläge durch das Umweltministerium zu forcieren, um Vorurteilen und Ängsten entgegen zu wirken. Der Antrag findet sich hier.

 

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Pressekontakt:

Anne Kämmerer
Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Sachsen

 

GRÜNE JUGEND Sachsen
Landesgeschäftsstelle
Wettiner Platz 10
01067 Dresden

 

Email: anne(punkt)kaemmerer(ät)gj-sachsen(punkt)de

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