Zur Forderung nach \“elektronischen Filtern\“ gegen so genannte \“Killerspiele\“ der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages erklärt der Sprecher der Grüne Jugend Sachsen, Johannes Hauser:

\“Schund und Gewalt gab es zu allen Zeiten und waren stets Bestandteil der Medienkultur. Diesen Teil verbieten zu wollen wäre ein sinnloser und übertriebener Eingriff in die Freiheit der Medien. Es gibt keine wissenschaftlich gesicherten Beweise dafür, dass Computerspiele Gewalt fördern.

Mit der Forderung nach ‚elektronischen Filtern‘ gegen gewalthaltige Computerspiele manövriert sich die sächsische CDU endgültig ins medienpolitische Abseits. Sie fordert damit Zensur nach dem Vorbild von Staaten wie Iran, China und Nordkorea – und selbst in derart abgeschotteten Staaten funktioniert das nicht.

Mit ‚direkten Verboten … ohne ausdrückliche Aufnahme in eine Liste‘ soll pauschal ein ganzer Teil der Medienkultur verboten werden. So weit gingen nicht einmal die Diktaturen auf deutschem Boden – sie stellten wenigstens Listen auf, was verboten ist und was nicht!

Als eine Möglichkeit, auf die Gewaltproblematik im Bezug auf ‚Gewaltspielen‘ zu reagieren, schlägt die GRÜNE JUGEND SACHSEN der CDU-Fraktion vor, sich endlich ernsthaft um Jugend- und Bildungspolitik zu kümmern. Wenn Jugendlichen durch umfangreiche, für alle zugängliche Bildungschancen mehr Mündigkeit und Chancen im Leben mitgegeben werden, sind sie in der Lage selber zu entscheiden, was gut für sie ist und sich daraus auch geeignete Beschäftigungen suchen.

Hierzu sollte die sächsische Landesregierung endlich nötige Reformen im Schulsystem angehen sowie das Bildungsbudget als Investition in die Zukunft begreifen.\“