Nr. 05/2018
Datum: 28.07.2018

Klima schützen! Pödelwitz retten! – GRÜNE JUGEND Sachsen zeigt sich auf dem Klimacamp Leipziger Land solidarisch mit Pödelwitz

 

Vom 28. Juli – 5. August findet das Klimacamp Leipziger Land gemeinsam
mit der degrowth summer school in Pödelwitz statt. Die GRÜNE JUGEND
Sachsen ruft zur Teilnahme am Camp auf. Ebenso mobilisiert sie zum
Auftakt zur Teilnahme an der Klimademo „Klima retten! Kohle stoppen!“ am
28. Juli. Start ist um 14 Uhr vor dem Naturkundemuseum Leipzig.

Sophia Mlejnek, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Sachsen, erläutert: „Es ist
enorm wichtig, weiter Druck auf die Bundes- und die Landesregierung
auszuüben, endlich entschlossen gegen die Klimakrise zu handeln. Das tun
wir auf dem Klimacamp und der Klimademo. Denn: unser Planet ist akut
bedroht! Handeln bedeutet auch: raus aus der klimaschädlichen Kohle!
Sachsen leistet auch mit seinen Kohlekraftwerken einen erheblichen
Beitrag zur Klimakrise. Der Ausbau erneuerbarer Energien und das Ende
der Kohlekraft sind unerlässliche Schritte, um das Klima zu retten.“

„Auf dem Camp werden wir uns über Klimathemen fortbilden und gemeinsam
mit Klimaaktivist*innen vielfältiger Hintergründe über Perspektiven
einer klimagerechten Welt sprechen“, so Mlejnek.

Der Ort für das Klimacamp ist in diesem Jahr ein besonderer. „Es freut
uns total, dass das Camp und die degrowth summerschool dieses Jahr in
Pödelwitz stattfinden und wir von den Bewohner*innen so herzlich
willkommen geheißen werden. Es ist wichtig, dass Pödelwitz in unserem
Kampf für Klimagerechtigkeit überregionale Aufmerksamkeit bekommt – das
Dorf soll nach Plänen der MIBRAG sinnfrei für Kohle abgebaggert werden,
weil das billiger ist, als es zu schützen. Die Einwohner*innen wehren
sich mit viel Energie und Stärke dagegen. In den vergangenen Monaten
waren auch wir immer wieder zu Protestaktionen im Dorf. Wir stehen
solidarisch an der Seite von Pödelwitz und werden uns weiter für seinen
Erhalt einsetzen. Die Pödelwitzer*innen können sich unserer weiteren
Unterstützung sicher sein“, betont Mlejnek.

Die GRÜNE JUGEND Sachsen kritisiert den Umgang der Landesregierung und
der MIBRAG mit dem Klimacamp.

„Die Rhetorik im Vorausgang des Camps war haarsträubend. Die MIBRAG malt
Schreckensszenarien an die Wand und wappnet sich gegen mögliche
Gewalteskalationen. Dabei ist das Klimacamp eine explizit friedliche
Veranstaltung. Die Initiative Kohle er.Setzen ruft zu Blockaden auf –
aber auch diese sollen vollkommen friedlich verlaufen und richten sich
weder gegen Menschen noch beschädigen sie Eigentum der Kohleindustrie.
Wenn dieser friedliche Protest im Vorhinein diskreditiert wird, ist das
ein strategischer Versuch, die legitime und so wichtige Klimabewegung in
Verruf zu bringen. Das ist ein absolutes Unding“, führt Sophia Mlejnek
aus.

„Es ist infam, die Teilnehmer*innen des Camps und der Protestaktionen
pauschal dem Verdacht der Gewaltbereitschaft auszusetzen. Leider haben
auch einige Medien dieses Framing übernommen, und in Beiträgen über das
Camp reflexhaft über potenzielle Gewalt berichtet.
Einige Tage vor Start des Klimacamps fährt auch noch der sächsische
Polizeipanzer „Survivor“ am Camp vorbei, angeblich wegen eines lang
geplanten Einsatzes. Diese Erklärung hat schon ein gewisses Geschmäckle.
Das militarisierte Auftreten erweckt vielmehr den Eindruck, Teil der
Einschüchterungsstrategie der Polizei gegen das Camp zu sein. Das ist
typisch für Sachsen – und genau deswegen immer wieder zu kritisieren.“

Die GRÜNE JUGEND wird mit Mitgliedern aus ganz Deutschland vom 2.-4.
August auf dem Camp sein und sich dort unter anderem zum Austausch mit
Gerd Lippold treffen, dem klimapolitischen Sprecher der grünen Fraktion
im sächsischen Landtag.

Pressekontakt:
Sophia Mlejnek
Sophia.mlejnek@gj-Sachsen.de