30. August 2026

Transfeindlicher Angriff in Dresden: Queeres Leben schützen statt Schutzräume kaputtsparen!



GRÜNE JUGEND Sachsen fordert nach brutalem Angriff auf trans-Frau konsequenten Schutz queeren Lebens und eine sichere Finanzierung queerer Beratungs-, Begegnungs- und Schutzstrukturen


In der Nacht zum 27. August wurde eine 45-jährige trans Frau in Dresden-Gorbitz brutal angegriffen. Sie wurde geschlagen und mehrfach ins Gesicht getreten. Für die GRÜNE JUGEND Sachsen ist dieser Angriff kein isolierter Einzelfall, sondern Teil einer gesellschaftlichen Entwicklung, in der Hass gegen queere Menschen immer offener ausgesprochen wird und immer öfter in reale Gewalt umschlägt.


Ronja Zierold, Landessprecher:in der GRÜNE JUGEND Sachsen erklärt dazu:
„Das ist die Realität, über die wir reden müssen, wenn es um die Sicherheit queerer Menschen in Sachsen geht. Queerfeindlichkeit ist keine abstrakte Debatte im Internet, sondern zunehmend eine direkte Bedrohung im Alltag.“Im Hinblick auf das politische Versagen ergänzt Zierold: „Und während queere Menschen um ihre Sicherheit fürchten müssen, streicht diese Staatsregierung ausgerechnet dort zusammen, wo Schutz entsteht: bei Beratung, Begegnung, Selbstorganisation und queeren Anlaufstellen. Das ist verantwortungslos.“

Bereits 2026 mussten Beratungsangebote für queere Geflüchtete in Dresden, Leipzig und Chemnitz ihre Arbeit einstellen, weil die Förderung weggefallen ist. Und jetzt beginnen die nächsten Haushaltsverhandlungen wieder unter dem Vorzeichen des Sparens.


Marlen Drechsler, queer- und frauenpolitischesprecherin der GRÜNE JUGEND Sachsen, ordnet dazu ein: ”Sachsen ist kein sicherer Ort für queere Menschen, sondern einer, der solche Angriffe durch politisches Wegschauen zulässt. Ein Beispiel dafür, wie die Landesregierung Hass gegen queere Menschen Rückenwind gibt, ist die absurde Debatte rund um den Versammlungsstatus des CSD in Dresden, die im April ablief.”


Weiter stellt Drechsler klar:”An dieser Stelle verlangen wir von der Landesregierung nicht nur klare Worte, sondern auch, dass die Landesregierung jetzt wirklich etwas für die Sicherheit von queeren Menschen unternimmt. Das bedeutet nicht nur langfristige Förderungszusagen für die queeren Vereine und ihre Projekte, aber auch Sensibilisierung für queere Sicherheit bei den Behörden und eine klare Absage an sog. Rosa Listen.”

Abschließend ergänzt Zierold: „Unsere Solidarität gilt der angegriffenen Frau und allen queeren Menschen, die jeden Tag erleben müssen, dass ihre bloße Existenz für andere zum Anlass für Hass und Gewalt wird.“

Die GRÜNE JUGEND Sachsen fordert deshalb eine langfristige und auskömmliche Finanzierung queerer Beratungsstellen, Begegnungsräume und Selbstorganisation im Doppelhaushalt 2027/28. Bestehende Strukturen müssen erhalten und ausgebaut statt von Förderperiode zu Förderperiode um ihre Existenz gebracht werden. 

Kontakt für Rückfragen:
Ronja Zierold
ronja.zierold@gj-sachsen.de



← zurück