Pressemitteilung
14.08.2019


Der MDR lädt am 22. August in Chemnitz zur Filmpremiere „Chemnitz – ein Jahr danach“ ein. Bei der sich anschließenden Podiumsdiskussion ist u.a. auch der Neonazi Arthur Österle als Teilnehmer vorgesehen. 

Die ebenfalls zur Podiumsdiskussion eingeladene Vertreterin der GRÜNE JUGEND Chemnitz, Margarete Rödel, wird an dieser Diskussion nicht teilnehmen. 

Dazu erklärt Margarete Rödel: „Mir war bei der Zusage an den MDR nicht klar, dass es sich bei Arthur Österle um einen eingefleischten Neonazi handelt. Es sollte ihm keine derartige Bühne durch den MDR geboten werden. Da ich das nicht unterstützen möchte, habe ich meine Teilnahme an der Diskussion abgesagt.“

Sophia Mlejnek, Landessprecherin der GRÜNEN JUGEND Sachsen, erklärt: „Ich fordere den MDR auf, das Konzept der Diskussion zu überdenken. Wenn Nazis eine Bühne geboten wird, trägt das zur Normalisierung ihrer menschenfeindlichen Positionen bei. Der MDR sollte die Einladung an Österle zurückziehen!“ 

„Bei Arthur Österle handelt es sich um einen der wichtigsten Akteure rund um die rechtsextremen Aufmärsche in Chemnitz. Er ist seit Jahren einschlägig im Raum Chemnitz aktiv, bei Demonstrationen fast immer als Ordner, aber auch als Redner. Er steht auch als Person exemplarisch für die Vermischung der Anti-Flüchtlingsbewegung in Sachsen mit Hooligans, Pro Chemnitz, III. Weg, NPD und mit der AfD.“ „Er ist auch überregional aktiv. So hat er sich am 03.10.2018 an einem rechtsextremen Aufmarsch der Vereinigung „Wir für Deutschland“ (WfD) in Berlin beteiligt.“

Pressekontakt:
Sophia Mlejnek
sophia.mlejnek@gj-sachsen.de